Überschwemmungen, die meist durch starken und anhaltenden Regen, Schneeschmelze oder starke Niederschläge verursacht werden, stellen eine ernsthafte Bedrohung für Menschen und Eigentum dar. Auch Waldbrände können Sturzfluten auslösen - bei fehlender Vegetation kann der Boden hydrophob werden, was den Wasserabfluss erhöht und die Gefahr von gefährlichen Überschwemmungen, Murgängen und Erdrutschen mit sich bringt.
Ein Hochwasserwarnsystem kann wichtige Informationen über Risikostufen, Starkregenwarnungen, Zeitpunkt und Intensität von Überschwemmungen liefern und so sicherstellen, dass Gemeinden und Städte frühzeitig gewarnt werden, um wichtige Entscheidungen treffen und eine wirksame Reaktionsstrategie umsetzen zu können.
Externe Sensoren wie Niederschlagssensoren, Pegelmessungen, Durchflussmessungen und Radar werden mit verfügbaren Daten aus der hydrologischen Vorhersage kombiniert, die Überschwemmungskarten, DWD-Radardaten und Hochwasserstandsdaten umfassen. Diese Integration ermöglicht die Berechnung von kritischen Wasserständen im Voraus. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz können die Vorhersagen wesentlich präziser gemacht werden, was wertvolle Erkenntnisse für eine bessere Vorsorge und Entscheidungsfindung liefert.
Gebiets- und ortsbezogene Hochwasserwarnungen zu vorher definierten Pegeln oder Bedingungen werden über Mobilfunk, E-Mail, SMS, Telefonanrufe oder App-Push-Nachrichten an die Gemeinden gesendet. Auf diese Weise kann die Nachrichtenkommunikation abgebildet werden, um vor größeren Überschwemmungen und Katastrophen zu warnen.
Das System verfügt über Schnittstellen, die bei Bedarf erweitert werden können, z. B. um eine bestehende Leitstelle einzubinden. Die Schnittstelle zum MoWaS ist bereits integriert.
Frühwarnsysteme können die Zahl der Todesopfer und Verletzten bei Unwetterereignissen erheblich reduzieren, indem sie diejenigen, die in Hochrisikogebieten leben, auf die drohende Überschwemmungsgefahr aufmerksam machen.